
Sozialhilfe, Hartz4, Bürgergeld, Grundsicherung. Die staatliche Absicherung vor Arbeitslosigkeit hatte schon viele Namen. Und alle wurden durch den Dreck gezogen. Im Schlepptau, die Menschen, die auf sie angewiesen sind. Arm wird gegen Ärmer ausgespielt. Immer wieder. Warum funktioniert das so gut? Warum haben Politiker*innen das Thema gerade jetzt wieder für sich entdeckt? Warum fallen ihnen die Zeigefinger fast ab, wenn sie auf die "Totalverweiger*innen" deuten? Warum empört sie Steuerflucht in Milliardenhöhe nicht, dafür Menschen ohne deutschen Pass im Existenszminimum umso mehr? Welche Funktion hat der Sozialstaat in einer Demokratie? Gab's da nicht mal 'ne "Lehre aus der Geschichte", aus der der Sozialstaat nach dem 2. Weltkrieg gestaltet wurde? Und wie hängen der Sozialstaat und Arbeitnehmer*innenrechte zusammen? Wir gehen rein. Wir beschäftigen uns mit der Geschichte des Sozialstaats in Deutschland und damit, wie die Rhetorik in den öffentlichen Debatten unsere Demokratie gefährdet.
In unserer Reihe „Studio goes Politics“ werfen wir einen kabarettistischen Blick auf die gesellschaftlichen, politischen und kontroversen Themen unserer Zeit. Stephanie Biesolt, Schauspielerin und Kabarettistin schmeißt sich kopfüber in eine intensive Recherche und kommt mit Witz, Charme und Ruhrpott-Schnauze auf der Bühne wieder raus. Sie ist auf der Suche nach Widersprüchen, Haltung und Menschlichkeit. Unterstützt wird sie dabei von unterschiedlichen künstlerischen Gästen. Im Anschluss an das Programm freuen wir uns auf respektvolle Publikumsgespräche, bei denen wir den Dialog in unserer Gemeinschaft vertiefen wollen.