
Ein Filmproduzent versucht eine Schauspielerin für die Hauptrolle in seinem Film zu gewinnen. Um sie zu überzeugen, erzählt er ihr in eindringlichen Bildern den Plot seines genialen Filmprojekts inklusive Kameraeinstellungen.
Die Handlung dieses Blockbusters der besonderen Art hat es in sich: Eine Frau hat ihren Mann am 11. September verloren und lernt in einem Flugzeug einen Araber kennen, verliebt sich, enttarnt ihn als Attentäter, verrät ihn, sieht ihn übers Fernsehen in Guantanamo und macht sich auf, ihn zu befreien. So krude, katastrophal und unfassbar simpel die Handlung des ›Produkts‹ auch ist, die Beschreibung jedes einzelnen Versatzstückes kommt uns bekannt vor und konfrontiert uns mit Klischees, die wirklich und wahrhaftig zum Schreien komisch sind.
Frankfurter Allgemeine Zeitung: »Product gelingt tatsächlich ein neuer Zugang: Wohl kaum jemand hat bislang gewagt, so schonungslos und aberwitzig komisch die Ängste und Vorurteile der westlichen Welt gegenüber dem Islam ans Tageslicht zu zerren.«
Theater heute: »Eine süffisant-selbstironische, die schlichten Denkschemata der Unterhaltungsindustrie bloßstellende Mediensatire.«