
Pastellküche, Sauerteigbrot, Dauerlächeln. Willkommen in der Welt der „Trad Wives“, die mit romantischen Darstellungen traditioneller Lebensmodelle derzeit das Internet erobern. Glück ist, wenn der Mann Ernährer und Familienoberhaupt ist, während die Frau sich der Häuslichkeit und Kinderfürsorge widmet.
Alles andere als harmlos also, denn hinter der Ästhetik von Nostalgie und Behaglichkeit verbirgt sich ein tradiertes Frauenbild, das alle Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung unter den Tisch kehrt. Genau deshalb wird es weltweit von rechten Agitatoren eifrig vermarktet. Und es hat verführerische Wirkung auf viele junge Frauen, denn es bietet einfache Antworten auf komplexe Fragen der Gegenwart.
Zwei Performer*innen machen sich auf die Suche nach dem Reiz der „Trad Wife“-Ideologie. Welchen Einfluss haben gesellschaftlicher Druck, internalisierte Rollenerwartungen, Überlebensstrategien und Sehnsüchte auf unsere Lebensentscheidungen?